Der DFB (Deutsche Fußball-Bund) hat aufgegeben. Das Amt des Präsidenten wird nicht mehr besetzt, nachdem der redliche Reinhard Grindel zurückgetreten ist. Die Gründe sind verständlich.

Grindel hinterlässt eine Lücke. Fehlende Sensibilität wurde dem Sportfunktionär vorgeworfen, weil er den Preis der geschenkten Uhr eine ukrainischen Oligarchen falsch eingeschätzt hat. Aber wer kann es ihm verdenken? Er ist ja schließlich kein Uhrmacher!

Prekärer ist allerdings, dass er auch beim Preis seiner Leberkässemmel geflunkert hat, in die er biss, als er auf das Ding mit der Uhr angesprochen wurde. Seinen Angaben zufolge soll sie 1,20 € gekostet haben, aber in Wirklichkeit schlug sie mit 2,40 € zu Buche und die hat er selbst bezahlt.

Es passt ins Bild. Die Uhr 50 % günstiger angegeben, die Leberkässemmel auch und seinen Job hat er bekanntlich auch nur halbherzig gemacht. Das kannst Du ihm aber unmöglich vorwerfen, das hat er als Politiker schließlich so gelernt.

Kein Nachfolger gefunden, Posten des DFB-Präsidenten wird abgeschafft

Nun hat der DFB ein paar Tage lang fieberhaft einen Nachfolger gesucht. Allerdings mussten die Verantwortlichen einsehen, dass es einfach keine ehrliche Haut mehr gibt, die sich für den Posten eignet. Die letzte Hoffnung war Franz Beckenbauer. Der schaut bekanntlich sehr genau hin, überprüft schon Mal vor Ort und zeigt auch klare Kante. Was für ein Traumkandidat, aber leider (vermutlich) in Rente.

Vielleicht wollte der DFB einfach auch zu viel und hat zu hohe Ansprüche gestellt. Hier Auszüge aus der Stellenbeschreibung / Qualifikationen:

  • Ehrlicher Politiker
  • Funktionär, der nicht anfällig für Korruption ist
  • Team-Arbeiter – schaut nicht nur auf sich selbst
  • Hat Ahnung vom Fußball (Anmerkung der Redakion: das würde aber zirka 40 Millionen Deutsche qualifizieren)
  • Nicht Lothar Matthäus

Ich meine, man muss die Kirche schon auch im Dorf lassen. Wer unrealistische Anforderungen stellt, der bekommt eben keinen Nachfolger. Da hätte man sich auch gleich den Nikolaus oder ein anderes Fabelwesen wünschen können.

Lothar Matthäus hatte sich in der Zwischenzeit 14-fach angeboten, den Posten des DFB-Präsidenten zu übernehmen. Bisher wurde er aber wie üblich ignoriert. Außerdem erfüllt er die beiden letzten Punkte der Qualifikationen nicht.

Schweren Herzens hat man sich entschieden, den Posten DFB-Präsident ab und eine neue Position für die Leitung zu schaffen. Als Vorbild dient die FIFA. Künftig soll es einen DFB-Despoten geben, weil man hier nicht mehr überprüfen muss, welche Schweinereien der Chef so treibt. Einzige Qualifikation hierfür soll sein:

  • Nicht Lothar Matthäus

Wie geht es mir Grindel weiter?

Machst Du Dir, genau wie ich, auch Sorgen um den Reinhard Grindel? Muss er vielleicht sogar Hartz IV beantragen? Vorerst nicht. Gut möglich, dass er wieder in die Politik geht.

Angeblich liegen Angebote von der AfD vor. Denen soll sehr gut gefallen haben, wie Grindel 2018 mit dem Ausländer Mesut Özil umgesprungen ist. Die „Wen wir Scheiße finden muss raus“-Mentaliät würde sehr gut passen

Es ist aber auch nicht ausgeschlossen, dass Grindel sich für den Posten als DFB-Despot bewirbt.

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