Beeindruckend ist die Kathedrale von Notre-Dame auf jeden Fall und es ist sicherlich eine Tragödie, dass das katholische Gotteshaus gebrannt hat. Zahlreiche Leute, die sich profilieren können, haben bereits mehrere hundert Millionen Euro an Spenden zugesagt. Aus dem Vatikan kommt ebenfalls Unterstützung, aber keine Kohle. Manchmal braucht es einfach keine Satire, manchmal kann man nicht so viel fressen, wie man kotzen möchte.

Der Vatikan bietet an, Restauratoren der Vatikanischen Museen und ihre Fachkompetenz beizusteuern, um Notre-Dame wieder aufzubauen. Da die Kathedrale Notre-Dame aber eine Kathedrale für Gläubige und Nichtglaubende sei und zudem noch französisches Staatseigentum, würde man sich mit Geld vornehm zurückhalten. Die Nichtgläubigen sind in diesem Zusammenhang übrigens sehr praktisch, weil auch sie eine potenzielle Geldquelle sind. Denen könnte man doch eigentlich einen Ablass verzocken, oder?

Auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bittet die Menschen in Deutschland um Spenden für den Wiederaufbau. Müssen sich die Leute auch angesprochen fühlen, die sowieso schon Kirchensteuer zahlen? Weil die könnten ja wiederum den Papst bitten, ihre Steuern für den Wiederaufbau zu spenden.

Dabei stehen schon mehrere hundert Millionen bereit und man weiß noch gar nicht, wie viel der Wiederaufbau kostet. Aber keine Sorge, was zu viel ist, damit wird man schon was anzufangen wissen.

Geld hätte die Kirche genug, um Notre-Dame zu unterstützen

Die geschätzten Vermögenswerte des Vatikans liegen übrigens bei ungefähr 13 Milliarden Euro! Die des Vatikans, nicht der katholischen Kirche! Das Vermögen der katholischen Kirche in Deutschland wurde 2013 auf zirka 200 Milliarden Euro geschätzt!

Obwohl mehr als genug Geld da wäre, das historische Gebäude wieder aufzubauen, geht man lieber wieder beim kleinen Bürger betteln.

Für Macron kommt der Brand außerdem unglaublich gelegen. Lenkt ab, gell. Mir fällt das spontan der Film Wag the Dog ein, aber diese Richtung überlasse ich den Verschwörungstheoretikern. Das traue ich dem Macron nicht zu, was aber nicht heißt, dass es nicht gelegen ist und er sowie andere Politiker und Profilierungssüchtige die Situation ausnutzen werden.

Übrigens: Gedankliche Nähe und Gebete gibt es aber schon vom Papst. Das hat bekanntlich schon immer geholfen.

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